Lang, lang ist’s her

Ohman, ohweh, mein letzter Beitrag ist ja nun wirklich schon eine halbe Ewigkeit her! :-o
Die letzten Wochen in Frankfurt und ein langgezogener Umzug haben mich vom Blog und zu großen Teilen auch vom Internet im Allgemeinen ferngehalten – nicht jedoch vom veganen Essen!
Vier Monate sind mittlerweile seit meiner Entscheidung vergangen, und ich fühle mich bestärkter denn je! Es soll wirklich keiner behaupten, vegane Ernährung sei kompliziert und schwierig. Mir fällt das Ganze derart leicht, dass ich manchmal sogar vergesse, dass ich von vielen Lebensmitteln Abstand halte. Ganz natürlich erscheint mir der Einkauf, bei dem ich Fleisch-, Käse- und Joghurtregal unbeachtet hinter mir lasse. Ich habe natürlich auch eine großartige Unterstützung in meinem Freund, der mit mir kocht, mir zur Seite springt, wenn Fragende es immer genauer wissen wollen mit den ethischen Fragen, und der jede Zutatenliste klaglos studiert, bevor er etwas in unseren Topf gießt. Und auch mein restlichen Umfeld behandelt das Thema entweder unterstützend, oder wenigstens mit positiven Akzeptanz.
Na klar, spöttisch Bemerkungen bekomme ich schon mal zu hören, oder völlig übertriebene Rücksicht (letztens entschuldigte sich jemand bei mir, als er anfing, über Fleisch zu sprechen), aber damit kann ich leben, auch wenn die Ignoranz mancher Menschen mich schon ab und an wütend macht.
Aber viele Menschen teilen meine Überzeugung – auch wenn sie leider noch nicht (oder vielleicht niemals) bereit sind, an ihrem Ess- und Kaufverhalten etwas zu ändern.

Heute bin ich bei meinem kleinen Bruder zum Geburtstag eingeladen! Eine Art Prüfung steht mir dort bevor, denn da ich weit von meiner Familie entfernt lebe, habe ich meinen Vater und Anhang schon eine ganze Weile nicht gesehen. Ich bin nicht ganz sicher, ob ich ihnen gegenüber je erwähnt habe, dass ich nur noch Pflanzliches esse. Es wäre vermutlich besser gewesen, es groß anzukündigen, aber irgendetwas hat mich angehalten, anzurufen und zu sagen „Ah, ja, übrigens für Mittwoch: ich bin jetzt Veganer.“
Nicht ganz uneigennützig habe ich gestern dann noch den Mixer geschwungen und einen Schokokuchen und ein paar Bananenmuffins gebacken. So kann ich dann zum Kaffeetrinken auch was naschen, und gleichzeitig kann ich ein bisschen Werbung für die Sache machen! Gebäcke sind nämlich, meiner Erfahrung nach, in den Köpfen mit das größte Rätsel. Wie backt man bitteschön ohne Ei?! Zu beweisen, dass es einfach so geht, ist mir immer ein ganz außerordentliches Vergnügen!

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